Unterhalt nach Abschluss der Ausbildung 

Im Rahmen der Unterhaltspflicht wird eine Berufsausbildung geschuldet, die der Begabung und den Fähigkeiten des Kindes am besten entspricht. Die Kosten einer weiteren Ausbildung sind grundsätzlich nicht mehr zu tragen. Stellen sich einzelne Ausbildungsabschnitte (Abitur-Lehre-Studium) als einheitliche Berufsausbildung dar, dann sind diese Kosten zu tragen. Dies ist beispielsweise nicht der Fall, wenn zunächst eine Banklehre und anschließend ein Lehramtsstudium absolviert wird. Ist jedoch schon zu Beginn der praktischen Ausbildung erkennbar, dass der Lehrberuf an einer Berufsschule angestrebt wird, so besteht eine einheitliche Berufsausbildung, die die Unterhaltspflicht der Eltern begründet. Zur Begründung einer Unterhaltspflicht der Eltern müssen die einzelnen Ausbildungsabschnitte in einem engen zeitlichen und sachlichen Zusammenhang stehen und die praktische Ausbildung und das Studium sich jedenfalls sinnvoll ergänzen.
BGH, Beschluss vom 08.03.2017, Az XII ZB 192/16

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